Nachruf auf Uwe Maroske, den Mitgestalter der Fallada-Gedenkstätte

Wer die Fallada-Gedenkstätte auf dem alten Carwitzer Dorffriedhof besucht, dessen Blick fällt, noch bevor er den schlichten Grabstein im rechten Teil des Gevierts wahrnimmt, auf ein mächtiges mauerartiges Kunstwerk. Den rechten Teil bildet eine metallene Schrifttafel von Walter Preik mit Schlusssätzen aus „Kleiner Mann – was nun?“, links zeigt ein Figurenfries in thematischer Nähe zu Hans Falladas Büchern die Lasten und Niederlagen der kleinen Leute und ihr Zusammenstehen in der Not.

Geschaffen hat dieses Relief der Künstler Uwe Maroske, der viele Jahrzehnte im Feldberger Ortsteil Lichtenberg wohnte und dort auch – gemeinsam mit seiner Frau – eine Galerie führte.

In der Zeit nach ihrer Gründung hat Uwe Maroske die Hans-Fallada-Gesellschaft begleitet, war mehrere Jahre lang ihr Mitglied. Dies war sicherlich auch in seiner Arbeit für die Gedenkstätte in Carwitz begründet: Ein Besuch oder eine Veranstaltung in der Sommergalerie Lichtenberg war Anfang bis Mitte der 90er-Jahre fester Bestandteil der jährlichen Hans-Fallada-Tage. Vor wenigen Jahren begleitete der bildende Künstler die Sanierungsmaßnahmen an der Gedenkstätte.

Nun ist Uwe Maroske im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Foto: Hans-Fallada-Gesellschaft e. V., Achim Ditzen

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